About me

Wer bin ich und ich was mache ich hier eigentlich?
Ich bin eine 36 Jahre alte Hessin und hatte nie Figurprobleme. Ich aß gerne, allerdings achtete ich nicht all‘ zu sehr darauf, was ich eigentlich den ganzen Tag über so in mich reinstopfte.

Über 10 kg Zunahme, schleichend…

Eine Tüte Chips abends vor dem Fernseher oder Fast Food in rauen Mengen waren hin und wieder nichts Ungewöhnliches und trotzdem war ich immer rank und schlank. Doch dann schlug der Lauf der Natur zu…  Irgendwann, als mein Alter die magische 30er-Grenze überschritten hatte, fing es ganz langsam und schleichend an. Hier ein Kilo mehr, da noch eins und wenn wir grade dabei sind, gleich noch eins. So habe ich innerhalb von zwei oder drei Jahren 10 – 13 Kilo zugenommen.

Mir selbst fiel es erst einmal gar nicht so extrem auf und habe es auch nicht so wahrgenommen. Nur warum um alles in der Welt wurden meine Klamotten immer enger? Und warum sah das ein oder andere meiner Lieblingsteile irgendwie seltsam an mir aus? Um es deutlich zu sagen, warum sah ich darin aus wie eine Presswurst?? Naja, liegt doch sicher an den Klamotten – zu heiß gewaschen oder so…

Ich weiß, dass ich faul und bequem bin…

Irgendwann fing meine bessere Hälfte an mir sehr deutlich mitzuteilen, dass ich doch  mal so langsam wieder mehr auf meine Figur achten und beispielsweise mehr Sport machen sollte. Ich muss gestehen, ich bin zwar nicht unsportlich im klassischen Sinne, allerdings bin ich seeehr faul und würde dem Sport die Couch fast immer vorziehen 🙂 Also habe ich mir eingeredet „Sooo schlimm ist es doch gar nicht, die paar Kilos, soll sich meine bessere Hälfte mal nicht so anstellen“.

Wer ist eigentlich diese Frau da auf dem Bild??

Im Mai 2018 war es dann so weit – mit ein paar Arbeitskollegen startete ich in ein schönes Wander-Wochenende. Wir hatten sehr viel Spaß und ja, ich war doch hin und wieder schnell aus der Puste, besonders wenn es bergauf ging, aber ich bin diese Art der Bewegung ja auch gar nicht gewohnt…. – Ausreden findet man immer.

Natürlich wurden an diesem Wochenende viele Fotos gemacht und ich habe angeboten, dass ich im Nachgang alle Bilder sammeln und ein schönes Filmchen zur Erinnerung basteln würde. Ich hasse mich selbst auf Bildern, deswegen gibt es gar nicht soooo viele Bilder von mir, grade auch weil ich ja wusste, dass ich das ein oder andere Kilo zu viel hatte – auf der Waage stand ich schon lange nicht mehr.

Beim Sortieren der Bilder dann der Schock…. das Größen-Umfang-Verhältnis meiner selbst war nicht mehr ganz so ausgewogen. Huiuiui…

Ändere Dich nie für einen anderen Menschen, sondern nur für Dich selbst!

Dieser Moment war tatsächlich der ausschlaggebende Punkt für mich, in dem mir bewusst wurde, dass ich mir selbst nicht gefalle und dass ich mich selbst alles andere als wohl fühle. Sollte meine bessere Hälfte in der letzten Zeit tatsächlich recht gehabt haben? Also ab auf die Waage und vor den Spiegel…. Oh man… ich muss etwas tun !!!

Diäten, Shakes und Verzweiflung                     

Der Entschluss war gefasst, nur wie gehe ich es an? Für Sport, was ja die logische Schlussfolgerung wäre, war ich immer noch zu faul… das muss doch auch anders gehen. Also befragen wir doch mal das Netz…. Gesunde Ernährung, Kohlsuppen-Diät, regelmäßig und bewusst essen, Eier-Diät, Low Carb, Paleo oder Keto, Zitronensaft-Diät, Intervallfasten, usw. usw. Ich war überfordert. Ernährungsumstellung? Wie anstrengend… Sport treiben? Geht ja gar nicht…

Dann habe ich diese ach so super tollen Drinks entdeckt – Diätshakes. Tolle Erfindung, so dachte ich! Also ab zum Supermarkt und mal durch die Regale stöbern. Da gibt es wirklich viel Auswahl. Die unterschiedlichsten Firmen bieten die diversesten Geschmacksrichtungen an – Erdbeer, Vanille, Schokolade, … und teuer sind diese Produkte… egal, wenn es hilft, ist es das Wert und ich habe ja auch das Geld für die normale Nahrung gespart.

Also für ein Produkt entschieden und losgelegt. Man nimmt dieses Pulver mischt es mit Wasser oder Milch, trinkt es und das war‘s. Ganz einfach! Das Ganze machen wir dann 4 Mal am Tag und in ein paar Wochen bin ich rank und schlank. Hm, also wirklich lecker ist das Zeug ja nicht, aber egal. Medizin schmeckt ja auch nicht, Hauptsache ich werde dadurch meine überschüssigen Kilos los.

Unfassbar was man seinem Körper freiwillig so alles antut…

Mein Plan war es, das Ganze erst einmal 4 Wochen durchzuziehen und dann zu schauen wo ich stehe.  Die erste Woche ging ganz gut eigentlich. Da ich leider auch noch ein Cola-Junkie bin, habe ich beschlossen in dieser Zeit auch komplett auf zuckerhaltige Getränke zu verzichten. Ja gut, ich hatte ständig Hunger, aber das ging schon, ich hatte ja ein Ziel vor Augen. In der zweiten Woche wurde es schon schwieriger… ich hatte ständig Kopfschmerzen, fühlte mich müde und ausgelaugt und dachte sehr häufig an Essen. Aber auch hier gibt es ja meine beliebten Ausreden. Der Körper ist den Zuckerentzug und Koffeinentzug gar nicht gewöhnt, die Umstellung dauert einfach und außerdem ist es ja nur für einen begrenzten Zeitraum so. In Woche drei war ich für meine Umwelt einfach nur noch unausstehlich. Das ständige Hungergefühl, diese weiter anhaltenden Kopfschmerzen und die dazugekommen Übelkeit raubte mir den letzten Nerv.

Kann das wirklich die Lösung sein? Was sagt denn die Waage? Nunja, immerhin zwei Kilo runter. Aber ist es das wert? Was tue ich da meinem Körper eigentlich an? Gesund kann das wirklich nicht sein.

Diät: Nein, danke! Ernährungsumstellung: Ja, bitte!

Also habe ich viel gelesen und das Netz förmlich ausgesaugt nach Informationen. Das Ergebnis: Ohne eine gesunde Ernährung und Sport geht es einfach fast gar nicht. Zumindest nicht ohne seinen Körper zu quälen.

Bei meiner Recherche bin ich dann auf eine App gestoßen, die bei der ganzen Sache unterstützen soll. Eine App mit der man – wie banal eigentlich – Kalorien zählt – YAZIO. Das Grundprinzip: Theoretisch kann man essen was man will, Hauptsache es passt ins Kalorienbudget. Nun, da die abgespeckte App-Version mit den Grundfunktionen kostenfrei ist, hatte ich nichts zu verlieren. Und so begann meine Reise der Ernährungsumstellung und gesünderen Futteraufnahme.

Eine App die meine Einstellung zum Essen grundlegend verändert hat

Am 31. Juli 2018 legte ich also los. YAZIO installiert und alle erforderlichen Daten einfach mal eingetragen (Größe, Alter, Gewicht, Ziel, etc. aber ohne zu schummeln 😉 ) und was ich den ganzen Tag über so esse. Sehr erschreckend. Man ist sich gar nicht bewusst, was man eigentlich so alles in sich reinschiebt ohne darüber nachzudenken.

Die App errechnet anhand der selbst eingegeben Daten den Tagesbedarf an Kalorien und stellt einen Kalorienplan sowie eine Lebensmitteldatenbank zur Verfügung anhand der man genau ablesen kann, wie viele Kalorien die einzelnen Lebensmittel eigentlich haben. Mein Kalorienbedarf (mit bereits eingerechnetem Defizit) betrug 1302 kcal am Tag.

Ganz vorbildlich machte ich mir am ersten Abend einen schönen frischen Salat: Eisbergsalat, rote Paprika, Salatgurke, Eier, gekochter Schinken, Zwiebeln, Dosenmais und, wie schon immer, eine Fertigtüte für das Dressing mit Öl. Na wenn das nicht gesund ist! Naja… als mir die App dann anzeigte wie viele Kalorien meine Schüssel Salat da vor mir hatte, hatte ich schlagartig keinen Hunger mehr.

1216 kcal für eine Schüssel Salat? Ernsthaft?? Eine Laugenbrezel zum Frühstück, eine Laugenbrezel zum Mittag, abends der Salat und schon war ich mit 1788 kcal deutlich über meinem Ziel.

Hier wurde mir bewusst, ich muss mich viel mehr mit den Lebensmitteln, die ich den ganzen Tag so esse beschäftigen. Es ist ja schon mal ein Anfang Cola, Schokolade, Chips & Co. wegzulassen, aber da geht noch mehr. Welche Lebensmittel sind tatsächlich gesund? Wie kochte ich kalorienarm aber trotzdem schmackhaft? Müssen es eigentlich immer solche riesen Portionen sein? Welche Rolle spielen Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette überhaupt bei der Ernährung? Und noch ein sehr wichtiger Punkt: Tagsüber fast gar nichts essen und abends dann reinhauen als gäbe es kein Morgen, bringt gar nichts und ist eher kontraproduktiv bei der Abnahme.

Zusätzlich habe ich noch die App 8fit entdeckt, die mir täglich oder alle zwei Tage, je nach Einstellung, ein kleines Workout zusammenstellt und mich auch schön brav erinnert (oder nervt), endlich meinen Hintern hoch zu bekommen. Klappt nicht immer, aber doch viel häufiger als vorher.

Ein neues Hobby war geboren

Es ist ja nicht so, dass ich vor der Entdeckung dieser Kalorien-Zähl-App nicht auch gekocht hätte. Aber eben anders. Ich habe oftmals auf Fertigprodukte zurückgegriffen aus Zeitmangel und Bequemlichkeit und das Ganze kompensiert mit Salaten, Obst, gesundem Zeug eben, so dachte ich zumindest. Man ist sich gar nicht im Klaren darüber wie viele Zusatzstoffe und Zucker in fertigen Produkten sind. Ich will diese Produkte definitiv nicht schlecht reden, sie habend absolut ihre Daseinsberechtigung, allerdings in Maßen.

Ich habe mich also so durch die Regale in den Supermärkten probiert, viel darüber gelesen, welche Lebensmittel mich bei meinem Vorhaben unterstützen können und welche Lebensmittel nicht gleich meinen gesamten Tagesbedarf an Kalorien sprengen. Ich habe festgestellt, dass Süßungsmittel so gar nicht meins sind (lieber nehme ich ein wenig normalen Zucker als auf Produkte wie Stevia, Xylit & Co. zurückzugreifen, mir persönlich schmecken diese nämlich gar nicht) und, dass es mir hilft auf eine LowCarb Ernährung umzustellen.

Hier möchte ich betonen, dass LowCarb nicht NoCarb bedeutet. Jeder Körper reagiert anders und das ist auch gut so. Manchen macht es gar nichts aus Kohlenhydrate zu genießen, ich habe für mich allerdings festgestellt, dass es mit der Abnahme besser klappt, wenn ich auf Kohlenhydrate weitestgehend verzichte, vor allem abends. Für mich als Nudelinhalationsmaschine und Brot- oder Brötchenliebhaber eine echte Herausforderung. Allerdings freue ich mich dann auf Gerichte, die dann doch mal Nudeln oder Reis oder Brot, etc. beinhalten. Ich verzichte nicht gänzlich darauf, esse sie nur eben nicht mehr so häufig.

Was hat sich für mich geändert?

Nun, ich kaufe bewusster ein. Auf Bio habe ich vorher schon geachtet, aber jetzt schaue ich mir, bei Lebensmittel mit mehr als nur einer Zutat, die Zutatenliste genauer an. Beim Kochen wiege ich die einzelnen Lebensmittel ziemlich streng ab um die Kalorien richtig zählen und eintragen zu können. Ausnahmen bestätigen hier die Regel… Mittlerweile habe ich die YAZIO Pro-Version. Woher ich weiß, welche Lebensmittel wie viele Kalorien haben? YAZIO hat eine Datenbank mit tausenden von Lebensmitteln hinterlegt (das gibt es auch in der kostenfreien Version) und wenn ich mir unsicher bin, befrage ich das Netz. Das Netz weiß in der Regel einfach alles 🙂

Eingangsfrage: Was mache ich hier überhaupt?

Im Laufe der Zeit kommen dann doch einige Rezepte zusammen, die man da so in der Küche austüftelt und verfeinert. Zwar hat YAZIO auch eine riesige Rezept-Datenbank, aber ich beschränke mich nicht nur auf die Rezepte aus der App. Die einen trägt man dann ganz vorbildlich in seiner App ein, Andere schreibt man sich nur kurz im Handy oder auf dem Tablet zusammen, wieder Andere notiert man schnell auf einem Schmierzettel usw. usw.

Nach ein paar Wochen möchte man dann genau das kochen, was man ja schon mal hatte – wie war das doch gleich…? Waren es jetzt 3 Gramm Chilli oder 3 Chillischoten? Musste das nun 5 Minuten oder 50 Minuten kochen?

Nun nervt mich das Ganze. Ich möchte einen Ort haben, an dem ich gesammelt alle Rezepte habe, mit Suchfunktion und schönen Bildern. Klar, könnte ich das auch lokal auf meinem Rechner machen und nicht frei ins Netz stellen, aber warum sollte ich meine Lieblingsrezepte nicht auch mit anderen Menschen teilen?

Ich möchte hier allerdings betonen, dass auf dieser Seite keine YAZIO Rezepte veröffentlicht werden. Dies ist nämlich laut den Nutzungsbedingungen von YAZIO untersagt. „Das Posten von Kochanleitungen sowie Screenshots unserer YAZIO Pro Rezepte ist aus urheberrechtlichen Gründen untersagt“. Macht ja auch Sinn.

Mein Fazit

Mir ist bewusst, dass ich mit meinem 10 kg zu viel auf den Rippen eher an einem Luxusproblem litt. Es gibt Menschen mit heftigem Übergewicht oder krankheitsbedingten Gewichtsproblemen. Auch Untergewicht ist ein genauso schwieriges Thema. Trotzdem fühlte ich mich unwohl und habe nach einem Ausweg gesucht, der zu mir passt. Nun fühle ich mich wieder wohl in meiner Haut und auch wenn ich mal maßlos über die Stränge schlage, weiß ich grundlegend wie es funktioniert und finde relativ schnell wieder in mein Muster. Und ich behaupte einfach mal, das kann fast jeder!

Das hier ist kein Diät-Blog oder eine Anleitung zum Abnehmen! Einfach nur ein paar leckere Rezepte, die ich gerne mit der Welt teilen möchte.

In diesem Sinne, viel Spaß mit Kochen!